Der SPD-Ortsverein im März zu Besuch in Inzell

21. April 2019

MV Inzell 2019-03-27
Was bei den Nachbarn so los ist, wollte der SPD-Ortsverein wieder einmal wissen und hat sich mit einer großen Delegation nach Inzell ins Schützenheim aufgemacht. Sie wurde dort von Bürgermeister Hans Egger und dem Vorsitzenden des Ortsvereins Inzell, Josef Rieder in Empfang genommen und begrüßt. Als Rahmenthema hatte man sich den Tourismus und insbesondere die Chiemgau-Karte Ruhpolding & Inzell vorgenommen.

Zunächst nahm Bürgermeister Egger aus seiner Sicht Stellung und schilderte die Entstehungsgeschichte der beiden vorher getrennten Karten und der jetzt gemeinsamen Chiemgau-Card. Es sei nicht selbstverständlich, betonte er, sondern beispielgebend, dass sich die tourismusstärksten Orte einer Region zu einem solchen Projekt zusammentun.

Gerhard Steinbacher, Leiter der Inzeller Tourismus GmbH, führte dazu weiter aus, dass in beiden Orten die Diskussion über die gemeinsame Karte in ein ruhiges Fahrwasser gekommen sei. Er sprach aber auch das Problem an, dass die Mittel, die aus der Karte an die Anbieter verteilt werden können, mittlerweile zum Teil der Umsatzsteuer unterliegen. Es fehle damit ein Betrag von etwa 150.000 € zur Verteilung. Zum Glück wurden dafür für 2019 und 2020 Rückstellungen gebildet, so dass in diesen beiden Jahren keine Ausfälle zu befürchten seien. Für 2021 und später müsse dann neu verhandelt werden. Es wurden noch Vorschläge zur Ausgestaltung der Chiemgau-Karte besprochen. Größere Veränderungen sind jedoch nicht zu erwarten.

Der Ruhpoldinger SPD-Vorsitzende Johannes Hillebrand war ebenfalls der Meinung, dass die Stimmung gegenüber der Chiemgau-Karte, von Einzelmeinungen abgesehen, positiv sei. Er schildert auch den Stand der Dinge bei der Einstellung eines neuen Leiters Tourismus. Bereits zum zweiten Mal habe nunmehr ein Bewerber, der die Stelle schon angenommen habe, wieder abgesagt, so dass weitere Bewerbungsgespräche geführt werden Müssen. Parallel dazu wird ein Leiter der Ruhpoldinger Tourismus GmbH gesucht. Diese Stelle sei ebenfalls schon ausgeschrieben, demnächst werden die Vorstellungsgespräche dafür stattfinden.

Ob es möglich wäre, die Veranstaltungskalender beider Gemeinden abzustimmen, wurde aus der Versammlung gefragt. Man könnte damit Überschneidungen wie zum Beispiel das Ruhpoldinger Waldfest mit der Inzeller Pfingstroas vermeiden. Sehr schwierig, lautete die Antwort, da besonders im Sommer die Dichte der Veranstaltungen sehr hoch sei und die Koordination bereits innerhalb jeder Gemeinde ein Problem darstelle.

Nach der Erörterung weiterer Fragen beispielsweise zu Zweitwohnungen bedankte sich Josef Rieder für den Besuch der Ruhpoldinger und Johannes Hillebrand für die Einladung. Solcher gegenseitiger Besuch, der ja nicht zum ersten mal stattgefunden hat, sollte immer wieder mal durchgeführt werden. HHo

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