Gut besuchte SPD-Veranstaltung zum Thema Kurhaus

Foto: SPD Ruhpolding

17. September 2026

Bereits zu Beginn der Versammlung wurden wir überrascht. Mehr als 50 Personen kamen um mit uns über das Kurhaus und einen Veranstaltungssaal zu diskutieren. Entsprechend groß war die Beteiligung an der Diskussion mit sehr vielen Wortmeldungen.

Margarete Schürholt begrüßte die Gäste und erklärte, dass sich die Vorstandschaft des SPD-Ortsvereins immer schon für den Erhalt des Kurhauses ausgesprochen hat. Nach den Veröffentlichungen der CSU über ihre Zielsetzung für einem möglichen Abriss des Kurhauses, habe der SPD-Vorstand nun einen Antrag an den Gemeinderat gestellt. Vor einem möglichen Abriss sollen unabhängige, neutrale Gutachter prüfen, wie groß der Aufwand für eine vernünftige Sanierung ist. Außerdem skizzierte sie den seit 2022 stattgefundenen Zickzackkurs der Standorte für einen Veranstaltungssaal. Es sei verwunderlich, dass die CSU nun einen temporären Stadl im Kurpark favorisiere.

Gemeinderat Jimi Hillebrand leitete die anschließende Diskussion, in der es sehr lebhaft und kontrovers, aber immer sachlich zuging.

Viele der Anwesenden sprachen sich für einen Erhalt des Kurhauses aus. Insbesondere wurde auch kritisiert, dass so lange nichts geschehen ist und der Leerstand sich in vieler Hinsicht negativ auswirkt. Auch wurde kritisch hinterfragt, ob man sich von Seiten der Verantwortlichen intensiv genug Gedanken über Nutzungskonzepte für die Zukunft gemacht habe.

Von Seiten der Gemeinderäte Schuhbeck, Geierstanger und Hipf wurde auf die jährlichen Defizite des Kurhauses sowie die finanziellen Herausforderungen der Gemeinde verwiesen. Auch sei das Pfarrzentrum weiterhin nicht aus der Diskussion raus. Hermann Hipf erläuterte die Bedeutung des Pfarrsaals für die Heimatbühne.

Des Weiteren erklärte Simon Geierstanger, die CSU habe keinen Antrag zum Abriss Kurhaus etc. gestellt, sondern einen Antrag, dass die Verwaltung prüfen möge, ob der Vorschlag der CSU realisierbar wäre.

Margarete Schürholt wies daraufhin, sich die Veröffentlichungen im Gemeindeanzeiger und auf Facebook anzusehen. Dort ist ganz klar zu lesen, dass es um einen Rückbau = Abriss der Objekte geht.

Auch die SPD-Gemeinderäte meldeten sich zu Word. Jimi Hillebrand erklärte, dass er bisher die Haltung des Gemeinderates mitgetragen habe. Nachdem die Suche nach einem Hotelinvestor erfolglos war, müsse man nun aber völlig neu nach einer Saallösung suchen. Maria Haßlberger verwies auf die Notwendigkeit von ausgearbeiteten Plänen, wenn man überörtliche Zuschüsse wolle. Claus Pichler betonte, dass es seit langem für die Gemeinde schwierig war, einen Veranstaltungssaal zu erhalten und dass das sicher so bleiben werde. Es habe sich aber auch herausgestellt, dass es keine Investoren für einen Neubau gebe. Die Gemeinde müsse jetzt endlich aktiv werden und eine Lösung finden. Für eine Sanierung des Kurhauses im Bestand gibt es sehr hohe Zuschüsse – er habe in seiner Amtszeit als Bürgermeister bereits entsprechende Zusagen bekommen. Pichler betonte aber auch, dass es für das Kurhaus nur eine sinnvolle Zukunft geben kann, wenn die örtlichen Vereine ein echtes Interesse zeigen und aktiv an einem Nutzungskonzept mitarbeiteten.

Darüber hinaus gab es viele weitere Diskussionsbeiträge anderer Anwesender.

Erwin Plenk nahm Bezug auf die Situation im Kurhaus und betonte, dass es für einen ebenerdigen Saal sehr einfach sei, ein Brandschutzkonzept zu erstellen.

Außerdem wurde auf das Wirtshaus D‘ Feldwies als Vorbild verwiesen. Dort habe eine Bürgerinitiative in einem Genossenschaftsmodell für den Erhalt gesorgt. Hans Hechenbichler stellte klar, dass es dafür ebenfalls sehr hohe Förderung durch die Städtebauförderung gab.

Claus Pichler machte den Vorschlag, einen Vertreter der Verantwortlichen vom Wirtshaus D‘ Feldwies zu einer der nächsten Versammlungen einzuladen.

Sandra Pfnür sagte sie sei sehr erfreut zu sehen, dass das "Kurhausthema" wieder so viel Schwung aufnimmt. Bei sehr großer Beteiligung wurden viele konstruktive Ideen und "Wege" diskutiert. Sie berichtete von einer guten Resonanz, Vereine, Bürger wünschen sich einen belebten Ruhpoldinger Mittelpunkt. Am 4.10.2026 ab 11.00 Uhr, wollen wir uns zu einem Picknick im Kurpark treffen. Dort soll es einen Austausch und Ideensammlung geben, zum Thema Kurhaus in "Vereinsstruktur" oder "Ruhpoldinger Haus" oder ähnlich.

Zum Abschluss dankte Margarete Schürholt allen für ihr Kommen und die aktive Diskussion. Auch wenn wir unterschiedliche Positionen haben, sollten wir schauen dass wir alle gemeinsam vorankommen.

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